Social Media fürs Autohaus: einfacher Wochenplan
Ein kleiner Händler braucht nicht jeden Morgen eine neue Content-Idee. Der Bestand liefert bereits Material: neue Fahrzeuge, besondere Ausstattung, Ankauf, Auslieferungen und Fragen aus dem Verkauf.
Das Ziel ist ein Rhythmus, den dein Team tatsächlich durchhält, mit festen Formaten statt täglichem Brainstorming.
Ein Wochenplan, den ein kleines Team schaffen kann
Das ist kein Algorithmus-Rezept. Es ist eine Arbeitsroutine: zwei bis drei gute Veröffentlichungen sind wertvoller als ein Plan mit sieben Posts, der nach zwei Wochen abbricht.
Neu im Bestand
Fahrzeugclip oder Fotokarussell + drei kaufrelevante Merkmale + Link/Kontakt.
Vertrauenspost
Echte Aufbereitung, Ausstattungserklärung, Übergabe oder nachvollziehbarer Blick hinter die Kulissen.
Ankauf oder zweites Fahrzeug
Je nach Bestand entweder Ankaufaufruf oder ein weiteres Fahrzeug. Gleiche Struktur, neues Motiv.
Batch statt täglicher Unterbrechung
Lege einen festen Block pro Woche fest: Material prüfen, drei Posts vorbereiten, veröffentlichen oder terminieren. Antworten auf echte Interessenten bleiben natürlich laufende Vertriebsarbeit.
Nicht „Was posten wir?“, sondern „Welcher Typ ist heute dran?“
Neu im Bestand
Ein konkretes Auto, drei relevante Merkmale und ein klarer Weg zum Inserat. Keine vollständige Ausstattungsliste in die Caption kopieren.
Was wurde wirklich gemacht?
Echte Aufbereitung, echte Rechnung, echte Wartung oder ein nachvollziehbarer Blick hinter die Kulissen. Nur zeigen, was zum konkreten Fahrzeug oder Betrieb gehört.
Welche Fahrzeuge sucht ihr?
Marken, Alter, Laufleistung oder Segmente nennen und erklären, welche Angaben der Verkäufer für eine erste Einschätzung schicken soll.
Warum gerade bei euch?
Zufahrt, Abholung, Öffnungszeiten, Ansprechpartner oder ein kurzer Prozessblick. Das hilft besonders Menschen, die den Betrieb noch nicht kennen.
Sechs Punkte pro Fahrzeugpost
- 1. Ein Ziel: Verkauf, Ankauf, Vertrauen oder Standort.
- 2. Ein Fahrzeug: Modell und wichtigste Variante sofort verständlich.
- 3. Drei Merkmale: nur wirklich kaufrelevante Punkte.
- 4. Ehrliches Material: keine erfundenen Zustandsbelege.
- 5. Klarer nächster Schritt: Inserat, Nachricht oder Termin.
- 6. Rechte geprüft: Musik, Bilder und Logos dürfen für den geplanten Zweck genutzt werden.
Für die technische Aufbereitung des Videos findest du eine separate, datierte Übersicht unter Videoformat für Reels, TikTok, Shorts und WhatsApp.
Likes sind nicht dieselbe Kennzahl wie Geschäft
Aufmerksamkeit
Aufrufe, Wiedergabedauer, gespeicherte Beiträge. Nützlich, um Formate miteinander zu vergleichen.
Interesse
Profilbesuche, Klicks zum Inserat, Nachrichten mit Bezug auf ein Fahrzeug.
Geschäft
Besichtigungen, qualifizierte Ankaufangebote und Verkäufe, deren Herkunft ihr tatsächlich zuordnen könnt.
Ändere nicht gleichzeitig Format, Preis, Caption und Zielgruppe, wenn du lernen willst, was wirkt. Einfache Vorher-/Nachher-Vergleiche sind für kleine Accounts oft hilfreicher als komplizierte Dashboards.
Nicht jede Musik aus einer Consumer-App ist automatisch für Werbung nutzbar
Meta weist darauf hin, dass die lizenzierte Instagram-Musikbibliothek für persönliche, nicht-kommerzielle Nutzung gedacht ist und bestimmte Business-Accounts eingeschränkten Zugriff haben. Meta nennt die Sound Collection als kommerziell nutzbare Alternative. TikTok verweist für kommerzielle Inhalte auf seine Commercial Music Library.
- Meta/Instagram: lizenzierte Musik und Sound Collection
- TikTok for Business: Creative Quality Checklist
Das ist keine Rechtsberatung. Für fremde Musik, Fotos oder Markenmaterial sollte die konkrete Nutzungslizenz geprüft werden.
Ein Fahrzeugclip kann ein Baustein dieses Systems sein
Wenn die vorhandenen Inseratsfotos passen, kann daraus ein Hochformat-Trailer entstehen. Prüfe zuerst die Beispiele und entscheide dann, ob das Format zu eurem Bestand passt.