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Technik & Transparenz · 21.09.2026

Was ist ein KI-Fahrzeugvideo?

Der Begriff kann sehr unterschiedliche Dinge meinen: einen klassischen Videoschnitt mit KI-Hilfe, animierte Standfotos, generierte Bewegung oder vollständig synthetische Szenen. Für Händler ist deshalb entscheidend, was im konkreten Clip real aufgenommen und was berechnet wurde.

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Für die Praxis

Von der Technikbezeichnung zur richtigen Rückfrage

Ein Modellname allein beantwortet die Frage nach dem fertigen Clip nicht. Prüfe am Ergebnis, ob du eine vorhandene Ansicht, echte Bewegung oder neu berechneten Bildinhalt siehst.

Drei Medienarten und ihre tatsächliche Information
Ausgangsmaterial und gewünschte Information bestimmen die passende Medienart.
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Für den eigenen Auftrag helfen der Produktionsablauf, die Einordnung des KI-Einsatzes und die Freigabe.

Vier Produktionsarten, die nicht gleichbedeutend sind

  1. Echte Videoaufnahme.

    Das Fahrzeug wird gefilmt. Bewegung, Ton oder räumlicher Zusammenhang können reale neue Informationen liefern, aber nur das, was im Dreh aufgenommen wurde.

  2. Automatisierter Schnitt.

    Software ordnet echte Fotos oder Videos, setzt Schnitte, Musik, Branding oder Exporte. Die Automatisierung verändert nicht zwangsläufig den Bildinhalt.

  3. Fotoanimation.

    Aus einem Standfoto entstehen Zooms, Schwenks, Parallax-Effekte oder andere Bewegung. Das kann die Präsentation verbessern, erzeugt aber keine neue reale Aufnahme des Fahrzeugs.

  4. Generative Bild- oder Videoerzeugung.

    Ein Modell berechnet neue Pixel, Bewegung oder Szenen. Das Ergebnis kann plausibel wirken, muss aber auf erfundene oder veränderte Fahrzeugdetails geprüft werden.

Was vor Veröffentlichung geprüft werden sollte

Fahrzeugtreue

Räder, Scheinwerfer, Karosserie, Lackfarbe, Kennzeichen, Innenraum und sichtbare Ausstattung mit den Originalbildern beziehungsweise dem echten Fahrzeug abgleichen.

Zustand und Historie

Generierte Lackmessungen, Servicehefte, Reparaturszenen oder Motorgeräusche sind keine Belege. Für solche Aussagen braucht es reale Dokumente oder reale Aufnahmen vom konkreten Fahrzeug.

Texte und Zahlen

Modell, Erstzulassung, Laufleistung, Preis und andere Angaben gegen eine verlässliche Quelle prüfen. Automatisierung ist kein Ersatz für die inhaltliche Freigabe.

Ausgabe und Kanal

Seitenverhältnis, Auflösung, Ton und Plattformanforderungen am tatsächlichen Export prüfen. Eine MP4-Datei ist nicht automatisch auf jedem Kanal identisch einsetzbar.

EU AI Act: nicht jede KI-Bearbeitung hat dieselbe Pflicht

Artikel 50 unterscheidet Pflichten von Anbietern und Anwendern. Anbieter von Systemen, die synthetische Bild-, Audio-, Video- oder Textinhalte erzeugen, müssen ihre Ausgaben grundsätzlich maschinenlesbar als künstlich erzeugt oder manipuliert kennzeichnen, soweit die Vorschrift anwendbar ist. Für Anwender gilt zusätzlich eine Offenlegungspflicht, wenn ein erzeugter oder manipulierter Bild-, Audio- oder Videoinhalt einen „Deepfake“ im Sinne der Verordnung darstellt.

Das bedeutet nicht automatisch, dass jede Standardbearbeitung oder jedes animierte Fahrzeugfoto sichtbar mit demselben Label versehen werden muss. Der Gesetzestext enthält unter anderem Ausnahmen für unterstützende Standardbearbeitung beziehungsweise Fälle, in denen Eingabedaten oder deren Semantik nicht wesentlich verändert werden. Ob ein konkreter Clip unter eine Offenlegungspflicht fällt, hängt vom tatsächlichen Verfahren und Inhalt ab.

Primärquelle, geprüft am 21.09.2026: Verordnung (EU) 2024/1689, Artikel 50. Diese Seite ist allgemeine technische Orientierung und keine individuelle Rechtsberatung.

Welche Fragen du einem Anbieter stellen kannst

Welche Teile des Videos sind reale Aufnahmen?
Welche Teile werden nur geschnitten oder animiert?
Welche Szenen entstehen neu durch KI?
Wie werden Fahrzeugdetails gegen das Ausgangsmaterial geprüft?
Welche Modelle / Dienstleister verarbeiten das Material?
Wo werden Dateien verarbeitet und gespeichert?
Wer gibt die finale Fassung frei?
Wie wird künstlich erzeugter oder manipulierter Inhalt gekennzeichnet, wenn dies erforderlich ist?
Safak Tepecik
Autor

Safak Tepecik

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